Elwetritsch
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Die Köhler von Erfweiler

Zwischen Bergen Wald und Felsen
liegt unser Dorf an stillem Ort
bunte Wiesen, grüne Auen
findet auch der Wandrer dort

Burgen Felsen und Kapelle
Grüßen stolz von Bergeshöhn
laden ein hier zu verweilen
in dem Tal das wunderschön

Vor Jahren noch nicht allzulange
pflügt man das Land mit Kuh und Pferd
es hat auf seinem kargen Boden
die Menschen hier gar schlecht ernährt

Das Korn stand nicht besonders üppig
der Boden gab nur wenig her
Vieh und Menschen war'n oft hungrig
und hatten's bei der Arbeit schwer

Drum hat man einst das Holz auf Haufen
geschichtet und zu Kohl' gebrannt
um's bei den Schmieden zu verkaufen
im Lautertal und draus' im Land

Auch in der Stadt bei Apotheker
wurde die Kohle oft verwandt
zu Tabletten sie gefertigt
und bei Durchfall angewandt

Mit Säg und Axt in schwerer Arbeit
schlug man das Holz ringsum im Wald
bei Schnee und Eis mitten im Winter
war es auch noch so bitter kalt

Das Holz es wurd schön aufgeschichtet
senkrecht im Stil als Zeltformat
mit Laub und Erde überschüttet
rundum ganz dicht nach Köhler Art

Zehn Tage lang der Meiler schmorte
er ward vom Köhler streng bewacht
die Köhlerliesel hübsch und fleißig
hat ihm das Essen rausgebracht

Kartoffelsupp vermischt mit Rüben
Gemüse auch als Topfgericht
Waldstampes nannten's hier die Köhler
denn Fleisch und Wurst das gab's fast nicht

Kartoffelschnaps ein Schluck zum Frühstück
und trocken Brot vielleicht auch Speck
so lebten draus im Wald die Köhler
weit ab von Straß und Weg

 

E. Bien
 
Beschreibung des Ortswappens